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Wie fühlen sich 150 km Mountainbike bei RTFs an?

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SvenAusHarburg
C-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 12.04.2008, 23:01

Titel: Wie fühlen sich 150 km Mountainbike bei RTFs an?

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Hallo Forum,

bin heute die RTF in Celle gefahren und wollte ein Experiment durchgeführt haben: Wie fühlen sich eigentlich 150 km Mountainbike auf einer RTF an. Hintergrund ist, dass ich eigentlich auch auf geteerten Straßen lieber ein gefedertes, bequemes Mountainkike als ein starres Rennrad benutze und ersteres auch lieber zum Training fahre.

Die ersten 50 km liefen recht gut. Bin in der zweiten Gruppe losgefahren und hatte im Pulk nie Probleme mitzuhalten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag mit 35 km/h recht gut.

10 km später konnte ich jedoch dem Tempo einer Gruppe nicht folgen und ließ abreißen. Da war ich jedoch nicht der einzige. Etwas später schon, als es mich in einer ähnlich schnellen Gruppe an der Windkante zerlegte. Die nach dem Winter nicht ganz fitten Beine zeigten hier schon deutliche Ermüdungserscheinungen. Ich fand jedoch immer Gruppen, bei denen ich mitgehen konnte.

Ab km 110 musste ich richtig beißen Confused . Der Wind kam meistens von vorne und als Mounti ist man besonders anfällig. Ich dachte immer nur: "Schon wieder dieser Kerl vorne, kann der nicht mal etwas langsamer machen?". Aber Ich war meistens in einer 3er-Gruppe unterwegs, die immer nur so schnell fuhr, dass ich gerade noch folgen konnte. Sie hatten wohl auch ein bisschen Mitleid. Andere zeigten sich aufmunternd ("lass dich nicht von den Rennradfahrern zerheizen"). Konnten ja nicht wissen, dass ich selber ein schweineteures Rennrad mein eigen nenne Very Happy

10 km vor Schluss war jedoch Schicht im Schacht. Nichts ging mehr und Geschwindigkeiten von 15 bis 20 ließen meinen an sich respektablen Schnitt auf 31 absinken. Einen solchen Einbruch hatte ich noch nie erlebt. Mein letzter, von Krämpfen geplagter Mitfahrer half mir jedoch - vielen Dank.

Das war eigentlich zu erwarten, wenn man sich seine Kraft nicht richtig einteilt. Was ich jedoch eigentlich herausfinden wollte, war mein physisches Empfinden:
- Mein Hintern fühlte sich erstmals nach einer großen Tour noch richtig gut an. Keine wunden Stellen - sehr schön.
- Schmerzen im Rücken: Null
- Gut, die Beine hatten etwas mehr zu tun, aber dafür war der Trainingseffekt bestimmt höher.

Meine persönliches Fazite:
Mouitainbikes auf RTFs lehren dich Demut Exclamation
Wer jedoch seine leidgeplagten Körperteile schonen möchte oder mal eine etwas andere RTF erleben möchte, mag es ruhig mal probieren. Für mich war es nicht das letzte Mal.

Sven
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sbach2o
C-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 06.08.2007
Beiträge: 38
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 17:21

Titel:

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Hallo,

Respekt, Respekt kann ich dazu nur sagen. Ich habe Dich ja auch live erlebt. Ich fahre abseits von RTFs und Vereinstouren fast nur Trekking-Rad und versuche normalerweise gar nicht erst, irgendwelchen Rennradfahrern zu folgen, jedenfalls nicht bei einem Tempo, wie wir es so drauf hatten. Vor allem, wenn nach einer Kurve das Tempo wieder angezogen wird, kann es mitunter höllisch weh tun überhaupt den Windschatten zu halten bzw. wieder zu finden.

Ich war zwischen den letzten beiden Kontrollpunkten zu euch gestoßen, dann nach etwas längerem Aufhenthalt noch einmal kurz auf der letzten Etappe. Vielleicht war ich ja "dieser Kerl"?

Den plötzlichen Tempoabfall (durch die Krämpfe Deines besten Helfers, wie ich erst später erfuhr) konnte ich mir nicht erklären, bin ja auch ohne irgendwelche Erklärungen abzuwarten einfach desertiert Embarassed .

Wie sehr Du zu kämpfen hattest, war Dir ehrlich gesagt kaum anzumerken gewesen. Ich dachte, dass Du das öfter machst (vielleicht, um uns Rennrad-Fahrer Demut zu lehren). Dass aber, wenn man ständig, ohne Erholung am Limit fährt, irgendwann der Einbruch kommt, ist natürlich gar nicht anders zu erwarten. Vielleicht war der Einbruch am Ende ein Hunger-Ast (kommt mit Schwindelgefühl wegen Unterzuckerung)?

Solche Einbrüche hatte ich schon, wenn ich mir schlagartig Belastungen zugemutet hatte, an die ich nicht gewöhnt war. z.B. eine Verdoppelung der Tagesleistung ohne mich während der ersten Hälfte der Fahrt zu bremsen. Ich bin da gelegentlich recht unvernünftig. Am schlimmsten war das Erlebnis als ich nach 10 Jahren ohne sportliche Betätigung gleich am zweiten Tag mit dem neuen Fahrrad eine 90 Km Tour hingelegt habe.

ps: Zum Vergleich (nach 250 Km, bin mit dem Fahrrad aus Hannover an- und dahin zurückgereist):
- Mein Hintern: etwas wund, geht aber noch
- Der Rücken: die Muskeln waren schon deutlich zu spüren gewesen
- Die Beine: na, ja... ehrlich gesagt auch verkatert. Dem Saison-Start wäre etwas mehr Zurückhaltung mit einer reinen Grundlagenfahrt angemessener gewesen Rolling Eyes
- Besondere Erwähnung aber verdienen die Arme, meine Handgelenke sind immer noch ganz schwach. Ich bin doch sehr unerfahren mit Fahrten in Gruppen (die erste Hälfte der Tour war ich noch nicht überwiegend alleine unterwegs) und neige dazu im Bremshörner-Griff zu verkrampfen.
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SvenAusHarburg
C-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 20:17

Titel:

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Hey, so trifft man sich wieder Smile

Meine - meistens drei - Mitfahrer hatten eine weiße, blaue und schwarze Jacke bzw. Trikot an. An viel mehr Einzelheiten kann ich mich schon nicht mehr erinnern, weil zu dem Zeitpunkt das meiste nur noch im Unterbewusstsein ablief.

Warst du der in blau? Du warst definitiv zu schnell für meine Verfassung. Mit "dieser Kerl" meinte ich im Grunde genommen alle, die schneller waren als ich, und das waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich ALLE Rolling Eyes

Hey, mach dir keine Gedanken. Meine Einstellung ist, dass wenn jemand nur deswegen abgehängt wird, weil er selber zu schwach ist (und nicht deswegen, weil ihm die Vordermänner bewusst davonsprinten), darf er sich nicht beklagen. Jetzt hat es mich halt selbst erwischt: C’est la vie

Ein Hunger-Ast war es nicht - der blieb mir in vier Jahren Radsport glücklicherweise erspart. Vielleicht war es auch nur eine mentale Schranke, die eben diesen verhindert hatte.

Ich nehme mir jedenfalls vor, meine nächsten Mountain-Bike-RTFs entweder etwas zu verkürzen oder aber kontrollierter angehen zu lassen. Ob das klappt oder ob am Ende doch wieder die jungen Pferde durchgehen, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen :lol:

Danke für die Antwort und deine Vergleichs-Wehwehchen!

Sven aus Harburg
(der gestern schon wieder Mountain-Bike gefahren ist)
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sbach2o
C-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 06.08.2007
Beiträge: 38
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 15:59

Titel:

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SvenAusHarburg schrieb:
Hey, so trifft man sich wieder Smile
Warst du der in blau? Du warst definitiv zu schnell für meine Verfassung. Mit "dieser Kerl" meinte ich im Grunde genommen alle, die schneller waren als ich, und das waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich ALLE Rolling Eyes


Ja, ich war der Blaue.

Dafür, dass eigentlich alle schneller waren als Du, hast Du dich aber recht gut gehalten. Laut Veranstalter-Bericht kamen die letzten nach sechs Stunden ins Ziel, da hast Du also so einige hinter dir gelassen Razz

Schwach bist Du definitiv nicht. Bei dieser Gelegenheit habe ich gute zwei Stunden länger gebraucht.
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