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Fahrrad-Biathlon Buchholzer Schützenvereine (Bericht)

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Bagdad-Biker
Gast





BeitragVerfasst am: 01.06.2008, 20:49

Titel: Fahrrad-Biathlon Buchholzer Schützenvereine (Bericht)

Antworten mit Zitat

Gleich zu Beginn muss ich etwas Kritik loswerden. Durch Karstens Erzählungen hatte ich von dieser Veranstalltung erfahren. Über Helmuts Terminkalender via Link die Homepage des Buchholzer Schützenvereins besucht. Diese Seite erwies sich als nicht sonderlich bedienerfreundlich gestaltet. In dem internen Terminkalender war die Veranstaltung zwar eingetragen - weitere Info´s - Fehlanzeige. Unter "Aktuelles" wurde ich dann fündig. Ein simpler Scan eines Flyers - mehr Infomaterial, z.B. bezüglich des Ablaufs, war nicht zu bekommen.

Glücklicherweise hatte sich Karsten um Anmeldung und Teambildung gekümmert, so brauchte ich nur rechtzeitig um 10 Uhr am Schützenhaus in Buchholz sein. Schnell fand ich Karsten in einer Gruppe von Fahrern. Er stellte mir meine beiden Teampartner Thomas und Robert vor. Ich war etwas erschrocken, denn die Beiden machten nicht nur einen extrem fitten, sondern auch höchst motivierten Eindruck. "Robert ist übrigens C-Lizenz-Fahrer und Thomas trainiert etwa 12.000 Km pro Jahr." merkte Karsten ebenso beiläufig, wie selbstverständlich an.

Wir hatten noch unser Startgeld zu entrichten. Es betrug sehr humane 9 €. Leider stand keine Wechselgeldkasse zur Verfügung, so das wir gezwungen waren pro Nase das Startgeld auf 10 € aufzurunden. Die Veranstaltung begann mit einem stehenden Durchgang Luftgewehrschießen auf Klappscheibe und einem Geschicklichkeitspacours auf dem Rad. Danach war möglichst kurzer Zeit die nächste Schützenhalle anzufahren. Robert und Thomas gaben gleich mächtig Gas. Wir knallten mit über 35 Sachen durch Buchholz. Teils auf Sandwegen, meist jedoch auf Asphalt. Fußgänger wurden umzirkelt, rote Ampeln via Fußweg umfahren oder ignoriert. Diese Fahrweise ist sonst nicht meine Art. Da ich aber ohnehin Probleme hatte dran zu bleiben, jagte ich den Beiden hinterher.

An der zweiten Station wurde wieder Luftgewehr stehend geschossen, diesmal auf Zehnerringscheibe. Von meinen ehemals sehr guten Schießleistungen bei der Bundeswehr ist offenbar nicht mehr viel geblieben. Ich hatte ernsthafte Probleme mit den sehr weichen Druckpunkten der Waffen. Dementsprechend waren meine Ergebnisse eher mittelmäßig. Thomas dagegen schoss wie ein Elitesoldat. Es folgten noch weitere Schießstationen mit unterschiedlichen Waffen. So schossen wir noch Luftpistole und Kleinkaliber (endlich mal gute Ergebnisse für mich) und Luftgewehr liegend freihändig. Auch gab es einige Kontrollstationen auf der Strecke, damit die mit Masse ortsansässigen Fahrer nicht abkürzten. Auch zählte das Wechseln eines Reifens zu einer der Wertungsprüfungen.

Zwischen den einzelnen Stationen, wer hätte es anders erwartet, wurde in unserer Gruppe tierisch Gas gegeben. Mein Puls war am absoluten Limit, es war klar, dass ich früher oder später einbrechen würde. Thomas fuhr bereits immer vorweg, Robert blieb bei mir, um mich von hinten zu treiben. Leider fiel Robert nach ca. 1/3 des Rennens an einem Konttrollpunkt mit Defekt aus. Er blieb zurück. Leider bemerkten Thomas und ich zu spät, dass Robert die Karte noch bei sich hatte. So waren wir gezwungen an den Wertungstationen jeweils den weiteren Weg zu erfragen. Verfahren haben wir uns trotzdem irgendwie, denn mein Tacho zeigte später 59 statt der zu fahrenden 45 Km. Thomas machte weiter richtig Druck, knallte mit teilweise über 40 Km/über die Strecke, dabei schien ihm der Untergrund relativ egal zu sein. Auf der Forstautobahn war er beinahe genau so schnell, wie auf Asphalt.

Und dann kam er, der Mann mit dem Hammer. Wir hatten gerade mal etwa die Hälfte der Strecke absolviert, da ging nix mehr bei mir. Diese heftige Tempo zusammen mit teilweise über 36 Grad in der Sonne waren einfach zu viel. Es flimmerte vor den Augen, teilweise wurde es richtig schwarz und ich hatte Angst vom Bike zu fallen. Mein Magen entleerte seinen Inhalt das erste mal schlagartig. Thomas nahm jetzt (zumindest ein klein wenig) Tempo raus, feuerte an und motivierte auf ganz tolle Weise. Sobald jedoch eine Kontrollstation oder Wertungsprüfung in der Nähe war, sprintete er vor und ließ uns bereits eintragen, bis ich endlich eintrudelte.

Ich putschte mich nochmal mit Riegeln und süßem Tee. Es ging zumindest zeitweise etwas besser. Kaum bekam Thomas das mit, wurde das Tempo wieder auf gut 35 Km/h angezogen. Die Folge war, dass mein Magen nach kurzer Zeit auch die Riegel und den Tee nicht mehr bei sich behalten wollte. Da war der Mann mit dem Hammer das zweite mal bei mir vorbeigekommen. Im Schlepptau hatte er seinen Kollegen mit der schwarzen Klappe und die sollte ich noch einige Male zu Gesicht bekommen. Zuerst nur an Steigungen, später auch teilweise in der Ebene griff mir Thomas an den Rücken und schob mich auf den letzten Kilometern immer wieder mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an. "Wahnsinn, woher nimmt der die Kraft?", fragte der inzwischen auf meinem Vorbau platzgenommene Mann mit der Klappe.

Als wir um die letzte Kurve vor dem Ziel bogen, war die Kraft plötzlich wieder da. Ich wollte auf keinen Fall vor Aller Augen ins Ziel gekrochen kommen. Thomas und ich lieferten uns daher noch ein kleines Sprintduell auf den letzten 200 Metern. Noch nie im meinem Leben habe ich mir das anschließende Bier und die Zigarette danach so hart erarbeitet wie heute.

Die anschließend leider erst sehr spät stattfindende Siegerehrung war sehr nett und familiär gehalten. Leider waren einige Eltern nicht in der Lage ihre extrem laut rumtobenden und kreischenden Kinder in die Schranken zu weisen. Gewertet wurde neben der Fahrzeit auch das Abschneiden bei den Wertungsprüfungen. Aus der Gruppenwertung wurden wir aufgrund des Ausfalls von Robert gestrichen. Leider unterlief dem Veranstalter ein gravierender Fehler, denn auch in der Einzelwertung waren Thomas und ich nicht erfasst. Später stellte sich heraus, dass es noch rund 10 anderen Fahrern ebenso erging. Nicht, dass ich erwartet hätte irgendwo oben zustehen, aber interessiert hätte mich mein Ergebnis schon.

Für Speisen und Getränke war sehr ausreichend gesorgt. Neben Wurst (1€) und Fleisch (2€) vom Grill gab es auch reichlich Salate. Die Getränkepreise waren mit 1 € auch äußerst familienfreundlich. Zudem erhielt jeder Starter einen Gutschein für ein Getränk und ein Stück Grillgut. Solch zivile Preise würde ich mir auf anderen Veranstaltungen auch wünschen.
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Heide-Biker
A-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 391
Wohnort: 21244 Buchholz i.d.N.

BeitragVerfasst am: 03.06.2008, 12:22

Titel:

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Hallo Olli,

das war doch wieder eine grandioser Tag.

Thomas, das Tier, hat Dich ja ganz schön durch den Wald gescheucht. Sorry, die Mannschaftseinteilung habe ich nach Jahrgängen vorgenommen. Ich hatte das Glück bei den alten Säcken dabei zu sein. Da sind wir nur mit 30 km/h durch den Wald geballert und nicht mit 40 km/h.

Ich hoffe Du hast den Weg nach Hause gefunden und nutzt die Woche für eine ausreichende Regeneration um gleich Samstag den 07.06.2008 wieder mit uns in Buchholz zum Cycle-team-Race zu starten.

Bis Samstag!

Mein Bericht vom Biathlon 2008
_________________
siehe auch: www.Radsportler-helfen-Nils.de
siehe auch: www.Heide-Biker.blogspot.com
siehe auch: www.Team-Mainplan.de

Viele Grüße aus der Nordheide

Karsten Niemann
Heide-Biker
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Bagdad-Biker
Gast





BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 06:09

Titel:

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Ja das richtig Spaß gemacht.

Was die Organisationsprobleme angeht, hast du mir ja versichert, dass es in den letzten Jahren besser war. War wohl halt mal ein Ausrutscher.
Und im Grunde finde ich solch kleinen Veranstaltungen besser als die Megaevents. Das da nicht alles hochprofessionell abläuft ist klar.
Man darf nicht vergessen das dort ein kleiner Verein ohne professionellen Eventveranstalter tätig ist. Zudem dort ja in der Regel ein anderer Sport als das Radfahren ausgeübt wird.
Diese Veranstaltung fasse ich für´s nächste Jahr wieder ins Auge.

Das mit der Gruppeneinteilung ließ sich ja gar nicht anders machen. Außerdem ist ja doch irgendwie ein klasse Gefühl, wenn man bis zur absoluten Schmerzgrenze geht, eigentlich schon aufhören will und das Ganze dann doch bis zum Ende durchzieht.

Dank an Thomas, der mich nicht einfach irgendwo im Wald zurück gelassen hat um seine Einzelwertung aufzubessern.

Regeneration? 1 Woche? Das ist viel zu wenig. Ich brauche mindestens einen Monat Very Happy

Hoffe ich ziehe am Sa nicht den Leistungsdurchschnitt des Teams wieder so in den Keller. ( Aber Jungs, seit vorsichtshalber drauf gefasst Very Happy )
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