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Rund um den Henninger Turm 2007 (Bericht)

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Andi
Hobby-Schreiber


Anmeldungsdatum: 08.09.2006
Beiträge: 11
Wohnort: Limburg / Elz / Hessen

BeitragVerfasst am: 03.05.2007, 23:33

Titel: Rund um den Henninger Turm 2007 (Bericht)

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So' nun ist es wieder soweit. Der 1 Mai ist da! Und ich und die beste Ehefrau von allen machen sich auf den Weg ins Main Taunus Zentrum nach Frankfurt. Denn dort ist wieder Start für „Rund um den Henninger Turm“. Und wie beim letzten Rennen versprochen, habe ich da ja noch etwas gut zu machen. Doch am besten erstmal ganz von vorne. Freitags schon mal hinfahren, um die Startnummer und sonstiges Equipment zu holen. Die Pasta Party als solches ganz in Ordnung, nur die Nudeln waren diesmal gar nicht al dente, aber dafür dann schneller gegessen.

Dienstag morgen 6.15 Uhr: Der Wecker sagt uns, wir sollen mal in die Puschen kommen und uns auf den Weg machen. Der Blick nach draußen sagt mir, dass es vom Wetter her wenigstens ein herrlicher Tag wird. Aber den Rest habe ich ja selbst in der Hand oder besser gesagt „in den Beinen“. Da wir ziemlich früh losfahren, haben wir bei der Ankunft im MTZ kein Problem einen Parkplatz zu finden. Meine Radfahrkollegen vom Team Minibarista und Ü40er-Team treffen kurz nach uns ein. Da wir recht früh sind, haben wir noch schön Zeit uns mit den Gegebenheiten vertraut zu machen und mit den anderen ein wenig zu klönen. Aber dann ist es doch wie immer, je näher die Zeit Richtung Start geht, desto öfter gehe ich in die Büsche. Das Konfirmantenbläschen lässt grüßen.

Um 9.40 rolle ich dann so langsam in meinen Startblock und nach endlosem Geschwafel der Organisatoren (hat ja schließlich jeder was zu sagen) fällt um 10.00 endlich der Startschuss. Ein gelungener Start ohne Gedrängel oder Stürze. Die erste Kilometer durch Höchst nach Hofheim wird ein höllisches Tempo gefahren. Mein Tacho zeigt zeitweise 46km/h an. Von Eppstein nach Fischbach und Kelkheim geht es dann eine leichte Steigung hoch und es zieht sich alles etwas auseinander. Ich erwische eine gute Gruppe und kann locker mitfahren. In Kelkheim kommt dann eine kurze aber knackige Steigung mit Kopfsteinpflaster. Letztes Jahr kannte ich die noch nicht und musste dort fast vom Rad runter, aber heute kein Problem. Kurz danach passiert der erste Unfall. Ich sehe nur wie ein Radler mit einer ziemlich hässlichen Wunde am Bein auf der Fahrbahn liegt und ich bin froh, dass ich mich bis hier aus allem raus halten kann.

Nach noch nicht mal einer Stunde komme ich an der Abzweigung für die 35 km vorbei, wo die beste Ehefrau von allen steht und mich frenetisch anfeuert. Das gibt natürlich Auftrieb. Die „heftigsten Anstiege“ habe ich jetzt hinter mir und kann, im Gegensatz zum letzten Jahr, locker weiterfahren. Was ich noch erwähnen muss: Das ganze Rennen über war ein beschi....ner Gegenwind. Habe jetzt auch keine passende Gruppe mehr wo man sich bisschen Windschatten geben kann und fahre eine ganze Zeit lang alleine im Wind. Als dann die ersten 100km-Fahrer vorbeikommen, hänge ich mich an diese dran bis ich wieder eine Gruppe erwische die ungefähr mein Tempo hat. Mit dieser Gruppe klappt das echt gut. Wir wechseln uns regelmäßig in der Führungsarbeit ab und sind Ruck Zuck am Henninger Turm. Wenn ich überlege wie ich mich hier im letzten Jahr hochgequält habe, so ist das heute um Klassen besser.

Ich kann die Anfeuerung der Zuschauer voll genießen. Auf der Fahrt durch Frankfurt macht sich die Gruppenarbeit echt bezahlt. Dann geht es leider wieder auf ein Stück Radweg am Mainufer entlang und als wir diesen verlassen ist die Ausfahrt so eng, dass ich mich gezwungenermaßen auf dem Bürgersteig wiederfinde. Da komme ich erstmal auch nicht runter, da er ziemlich hoch ist. Also fahre ich darauf weiter und muss leider die Fußgänger vor mir weg brüllen. Aber die haben volles „Verständnis“ für meine prekäre Lage und machen bereitwillig Platz (bei dem Geschrei). Ich verliere hier natürlich einiges an Zeit, bis ich eine abgeflachte Stelle zum runter fahren finde. Das Ärgerlichste daran ist, dass „meine Gruppe" nicht auf mich gewartet hat. Na, lass mich die erwischen. Aber da habe ich keine Chance mehr. Also wieder alleine im Wind. Ab Kilometer 60 bis 68 fahre ich alleine, überhole hier aber etliche Radfahrer. Der Tacho zeigt mir, dass ich gut unterwegs bin (32 – 34 km/h). Dann erwische ich wieder ein paar 100km-Radler und kann mich eine Zeit lang an die dran hängen.

Aber irgendwann lasse ich abreißen, da ich schlecht abschätzen kann ob ich das bis ins Ziel durchhalte. Ich komme auf die letzten 4 Kilometer und fahre diese in Unterlenkerhaltung, da der Wind jetzt richtig von vorne kommt. Das MTZ im Blickfeld und die Village People aus den Lautsprechern begebe ich mich auf die Zieleinfahrt. Hier musste ich 2006 fast vom Rad runter und heute habe ich die Kraft und Ausdauer noch etliche andere zu überholen. Was mir allerdings übel aufstößt sind die Skater, welche jetzt vor mir auf der Straße rumeiern. Ich persönlich finde dieses Arrangement, die Skater mit den Radlern zu starten etwas unglücklich. Dann durchs Ziel und runter vom Rad. Mein erster Gedanke ist, prima Zeit gefahren, keinen Unfall gehabt und die Beine sind locker. Einen zweiten Gedanken habe ich natürlich auch!! Wo ist die beste Ehefrau von allen? Und dann noch so hinten dran „eigentlich war heute mehr drin“. Aber egal, bei einer Zeit von 2.07 Stunden und einem fast 35er Schnitt. Wir haben uns dann noch die Durchfahrt der Profis angeschaut und müssen dann leider nach Hause, da noch anderweitige Verpflichtungen auf uns warten. So haben wir nicht mitbekommen, dass unser Team Minibarista in fast allen Kategorien die ersten Plätze belegt hat. Selbst meine Wenigkeit wird namentlich aufgerufen.

Jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Bericht und bin schon am überlegen, ob ich vielleicht im nächsten Jahr mal die 100km angehen soll. Aber wer weiß schon was nächstes Jahr ist. :lol:
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Mitglied im Ü40er Team.
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 03.04.2006
Beiträge: 12402
Wohnort: Hamburg-Tonndorf

BeitragVerfasst am: 04.05.2007, 00:09

Titel: Rund um den Henninger Turm 2007 (Bericht)

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Moin Andi,

herzlichen Dank für Deinen umfassenden Bericht, den ich auf der Terminseite verlinkt habe. Vielleicht werde ich mir eines Tages ja auch mal dieses Erlebnis gönnen.

Beste Grüße aus Hamburg
Helmut
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