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NK Stepcross 2014, Overijssel/NL (Bericht und Bilder)

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VeloC
A-Lizenz-Schreiber


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 333
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 22.01.2014, 22:15

Titel: NK Stepcross 2014, Overijssel/NL (Bericht und Bilder)

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Um eine Veranstaltung der Westfalen Winter Bike Trophy ausfallen zu lassen, braucht es schon einen guten Grund. Die Teilnahme an der Nederlands Kampioenschap Stepcross (Niederländische Meisterschaft im Tretroller-Cross) darf als solcher gelten. Zwar findet die NK am Samstag (18. Januar) statt, doch dass am darauffolgenden Sonntag Regeneration dringend erforderlich ist, ist Olaf und mir schon vorher klar.

Karo begleitet uns als Cheerleader und Fotografin, aber ihr Roller muss natürlich trotzdem mit. So bringen wir eine dreiteilige stilisierte Deutsche Nationalflagge aus Stahl ins Nachbarland:



Ausrichter ist das Stepteam Twente, bei denen wir letzten Sommer schon beim Eurocup zu Gast waren. Wie seinerzeit der Marathon findet die NK im Freizeitpark "Het Hulsbeek" bei Oldenzaal (Provinz Overijssel) statt.



Der Start ist fast am selben Ort wie beim Eurocup, doch während wir damals die breite Asphaltpiste der Wielerbaan geradeaus Richtung Westen rasten, biegt der Kurs diesmal vor dem Angelsportverein nach links ab, beschreibt eine 180°-Kurve



und führt dann am Fischweiher entlang:



Das war denn auch schon der harmlose Teil der Strecke. Cool

Wir sind superpünktlich, parken direkt am Start und begrüßen die ersten bekannten Gesichter. Auf dem Roller geht es zur Abholung der Startunterlagen beim rund 1 km entfernten Oldenzaalse Wielerclub. Ein Blick in die Damenumkleide: viel Platz und ganze 6 Duschen. Na, dann kann man sich ja beruhigt in den Schlamm stürzen!



Die geplante Streckenbesichtigung muss warten, denn als wir zurück kommen, sammeln sich bereits die Fahrer der Schüler- und Jugendklasse am Start. Rechts im Bild die Favoriten und späteren Niederländischen Jugendmeister, Niels vom Stepteam Highlevel und Fiona vom Stepteam Twente.



Während die Fahrer noch auf der langgestreckten Schleife unterwegs sind, begeben wir uns zum interessanten Teil der Strecke.



Hier warten zahlreiche enge Kurven (die Draufsicht erinnert an einen Teil des menschlichen Verdauungssystems), künstliche Hügel in den Varianten "gemäßigt" und "steil" und natürlich einige Kubikmeter Schlamm.



Die fieseste Schikane ist die Treppe, die auf dem Foto (aus der falschen Richtung) noch recht harmlos aussieht. In Fahrtrichtung sind die Stufen beim Aufstieg noch ein Stück höher, so dass man den Roller tatsächlich über den ganzen Auf- und Abstieg tragen muss.



Nach dem Jugendrennen drehen wir noch zwei vorsichtige Testrunden, dann werfe ich mich für unsere Familienfotografin in Positur. Hier ist der Beweis, dass man den Kurs in sauberem Zustand absolvieren kann, wenn man nur langsam genug fährt! Dass das Foto knapp unterhalb der Knie endet, hat allerdings seine Gründe…



Die Männer starten zuerst, und auf den ersten, noch breiten Metern tobt ein harter Kampf um die richtige Reihenfolge, bevor es auf den Single Trail geht. Niklas und Andreas, unsere deutschen Hoffnungsträger, erreichen gute Positionen, während Olaf und Andre, das Fun-Team, sich gleich weit hinten einordnen.



Eine Minute später geht es bei den Frauen relativ (!) entspannt ab, da es bei nur 12 Starterinnen nicht so viel Sortierbedarf gibt.



Ich starte aus der hinteren Reihe und orientiere mich an Geja, die auf Bahn und Straße üblicherweise ein überschaubares Stück vor mir im Ziel ist. Zudem gehört sie zu unserem Gastgeber-Team, ist also mit der Strecke vertraut. Es kann demnach nicht verkehrt sein, in Sichtweite hinter ihr zu bleiben.



Allerdings hätte man auch drauf achten sollen, auf welcher Seite des Rollers sie rennt – verdammte Treppe! Gleich beim ersten Anlauf finde ich mich rechts vom Trittbrett, kriege den Roller mit links nicht richtig gepackt, hopse ungeschickt auf die andere Seite, schmeiße mich dabei fast in den Matsch, packe das Hauptrohr viel zu weit oben an und liefere dem Publikum im Kampf gegen das Moment aus hinterem Rahmen und -rad eine reichlich jämmerliche Show. Nee, so blöd werde ich mich kein zweites Mal anstellen! Nun ja, es folgen dann noch 10 weitere Versuche, die mit wenigen Ausnahmen kein Stück besser aussehen.



In der dritten Runde fahren wir auf eine Gruppe langsamerer Männer auf, und natürlich muss das zu Beginn des längsten und engsten Abschnitts passieren, wo man definitiv nicht überholen kann. Na gut, erholen wir uns ein bisschen. Dann kommt der asphaltierte Start/Ziel-Bereich, und ich warte, dass Geja vorbei zieht. Bis mir endlich klar wird, dass sie mit Absicht am Ende der Gruppe bleibt, weil sie noch mehr Zeit zum Auftanken braucht, ist der breite Streckenabschnitt schon wieder zu Ende. Also muss ich wohl oder übel durchs Gebüsch, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

An der Spitze der Männergruppe fährt – Olaf. Wie ein Rattenfänger, nur ohne Querflöte. Offenbar habe ich seine Qualitäten als Tempomacher bislang unterschätzt. Auch im späteren Rennverlauf scheint sein Hinterrad immer wieder magische Anziehungskraft zu entwickeln.



Dagegen genieße ich nun mein Rennen als Solofahrer mit viel Platz vor und hinter mir. Gelegentlich schickt sich jemand an, mich zu überholen, dann weiche ich rechtzeitig weitestmöglich nach rechts aus. Wenn ich meinerseits langsamere Fahrer überhole, tun die das ebenfalls. Mit "Aandacht!" und "Dank u!" klappt es verblüffend gut trotz der schmalen Pfade.



Doch als das Rennen nach (für mich) 11 Runden à 1,5 km endlich zu Ende ist, pfeife ich aus dem letzten Loch. 1 Stunde, 13 Minuten, 19 Sekunden, das macht Platz 16 von 37 Startern insgesamt und mit 26 s Abstand den undankbaren Platz 4 bei den weiblichen Masters. Egal, vor dem Rennen hatte ich mir dort im besten Fall Chancen auf Platz 5 ausgerechnet, also ist das ein Erfolg.



Niklas schafft einen großartigen zweiten Gesamtplatz hinter dem alles überragenden Lokalmatator Peter (Jg. 1964), der nebenbei auch noch diverse Weltrekorde, u. a. im 24 h-Fahren hält. Der Fliegende Holländer ist eine Legende, der Fliegende Overijsseler dagegen ist real!



Dicht hinter Niklas folgt Vincent, der seinen 40. Geburtstag ebenfalls schon hinter sich hat. Aus dem Rennbericht: "Von den jüngeren Männern konnte lediglich der Deutsche Niklas R. wirklich überzeugen." Womöglich ein kleiner verbaler Ellbogenstoß an Stephan vom Stepteam Highlevel (den ich persönlich auf Platz 5 so unüberzeugend nun auch nicht fand), damit er sich das nächste Mal noch mehr ins Zeug legt.



Andreas kommt auf Platz 2 der männlichen Veteranen und darf somit auch neben Peter aufs Siegertreppchen. In der Ergebnisliste steht er als niederländischer Staatsbürger aufgeführt, vermutlich eine Adoption ehrenhalber. Er übt nun schon mal das Mitsingen der Niederländischen Nationalhymne.

Als wir später geduscht und mit halbwegs vom Schlamm befreiten Rollern zum Parkplatz zurückkehren, haben die fleißigen Helfer schon rund 3 km Flatterband nebst Stützen rückstandslos entfernt. Die Zeitmessanlage ist eingepackt, ebenso die Absperrungen und die Transparente. War hier was?Wo denn? Doch, da sind noch ein paar Schlammkleckse auf dem Asphalt, also nicht alles nur geträumt. In Sachen perfekter Organisation kann man von unseren Nachbarn jedenfalls noch eine Menge lernen. Danke an das gesamte Team, wir sehen uns spätestens im Mai beim Eurocup!

Fotos von Olaf und Karo

Fotos von Bernd
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Helmut
Admin


Anmeldungsdatum: 03.04.2006
Beiträge: 12402
Wohnort: Hamburg-Tonndorf

BeitragVerfasst am: 23.01.2014, 00:55

Titel:

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Wunderbar!

Euer Beispiel führt letztlich dazu, dass mein Mädel mit dem Wunsch, selbst Tretroller zu fahren infiziert wurde. Seit letztem Freitag hat sie einen Koska Tour, ähnlich Euren, ihrer zusätzlich mit Schutzblechen, XT-Bremsen und Klickfix-Adapter am Lenker.



Und das beste: Ab und zu werd auch ich damit fahren können. Weil ich z. Z. erkältet bin, fuhr ich gestern mit dem PKW statt Rad zur Arbeit, den letzten einen Kilometer vom Parkplatz zum Büro mit dem schicken neuen Roller. Insbesondere als ich damit abends durch's Haus bis vor's Gebäude rollte, waren alle Blicke meine.
_________________
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Heimfelder Dirk
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Anmeldungsdatum: 09.10.2010
Beiträge: 1496
Wohnort: Harburger Berge/Seevetal - Horst

BeitragVerfasst am: 24.01.2014, 11:17

Titel:

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Helmut schrieb:
Insbesondere als ich damit abends durch's Haus bis vor's Gebäude rollte, waren alle Blicke meine.

Totlachen so etwas kannst vermutlich nur du dir leisten, Helmut! Bei mir hier würden die Kollegen vermutlich aus Sorge, man müsse mich vor mir selbst schützen, den betriebsärztlichen Dienst alarmieren. Zwinker
_________________
gruss dirk



http://www.rv-altona.de
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