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„Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt“-Schilder in Hamburg

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Helmut
Admin


Anmeldungsdatum: 03.04.2006
Beiträge: 12402
Wohnort: Hamburg-Tonndorf

BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 10:34

Titel: „Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt“-Schilder in Hamburg

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Der ADFC Hamburg schrieb am 20.10.2014:

ADFC erfolgreich: Hamburg stellt Schilder „Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt“ auf

ADFC-Ehrenamtliche feierten heute ihren Erfolg: endlich stehen in Hamburg Schilder, die darauf hinweisen, wenn Radwege nicht mehr benutzt werden müssen. Der ADFC hatte dies seit Jahren gefordert und überreichte vor zwei Jahren sogar dem Polizeipräsidenten ein Wunsch-Verkehrs-Schild. Heute trafen sich Herr Schubert (Behörde für Inneres und Sport), Herr Heitmann (Polizeikommissariat 25) und Benjamin Harders (ADFC-Bezirksgruppe Altona) an einem der frisch aufgestellten Schilder an der Luruper Hauptstraße/Elbgaustraße.

Der ADFC freut sich nun über seinen Erfolg. Das Schild gleicht unserem Vorschlag fast aufs Haar. Der Bezirk Altona stellte nun auf der Luruper Hauptstraße zwischen Engelbrechtweg und Stadionstraße die ersten Schilder auf.

Trotz der Freude am Erreichten gibt es auch zwei Kritikpunkte. Zum Einen fällt das Schild recht klein aus und insbesondere die Schrift ist für Autofahrer so nicht gut zu erkennen. Zum Anderen sind an einigen Kreuzungen die Schilder so angebracht worden, dass sie nur für Radfahrer erkennbar sind. Da die Schilder weit von der Fahrbahn entfernt stehen, werden Autofahrer diese nicht als für sie wichtige Information wahrnehmen.

Hintergrund: Radfahrer dürfen fast immer auf der Straße fahren. Doch das wissen nur wenige Autofahrer und auch längst nicht alle Radler. Nur wo blaue Radwegschilder stehen, muss der Radweg auch benutzt werden. Doch wer sich für die Straße entscheidet, auch wenn es erlaubt ist, wird oft von erbosten Autofahrern angehupt und belehrt: „Da ist doch ein Radweg, was suchst du hier?“

Hamburg hebt seit der Änderung der StVo 1997 langsam immer mehr Benutzungspflichten auf. Deswegen forderte der ADFC, dass die Verkehrsteilnehmer auch informiert werden. Und forderte die Aufstellung von Schildern „Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt“. Sie sollten überall da für einige Wochen stehen, wo Radwege nicht mehr benutzt werden müssen. Andere Städte, wie München und Köln haben dies bereits umgesetzt.

Ausführliche Informationen zu unserer Forderung: http://www.hamburg.adfc.de/verkehr/themen/radwegebenutzungspflicht/aufgehobene-benutzungspflichten-bekommen-hinweisschild/

Ausführliche Informationen zur Radwegebenutzungspflicht:
http://www.hamburg.adfc.de/verkehr/themen/radwegebenutzungspflicht/


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Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Reisender
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Anmeldungsdatum: 28.02.2011
Beiträge: 320

BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 21:06

Titel:

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Der Radweg entlang der Luruper Hauptstr ist auch nicht wirklich benutzungsfähig. Letztes Jahr mit dem Renner deshalb auch schon öfter auf der Fahrbahn gefahren. Ein Peterwagen hat mich schon überholt, der Beifahrer etwas verdutzt geguckt, sind aber einfach weiter gefahren. Wink Da ich wirklich flott unterwegs war, haben sie wohl Gnade vor Recht ergehen lassen bei dieser Panzerteststrecke.
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heihu11
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Anmeldungsdatum: 03.06.2006
Beiträge: 205
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 26.10.2014, 04:18

Titel:

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In der Hauptverkehrszeit würde ich dort nie und nimmer auf der Strasse fahren.
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Wer kämpft, könnte verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren
Bertold Brecht
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VeloC
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Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 333
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 26.10.2014, 12:53

Titel:

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Beim ersten Lesen dachte ich noch "Was für eine bekloppte Aktion! Jeder Autofahrer, der jemals so ein Schild sieht, wird sich bei Ausbleiben eines solchen denken, hier (also nahezu überall) hätten Radfahrer erst recht nichts auf der Straße verloren." Überlesen hatte ich dabei das "für einige Wochen". Okay, das ändert alles, wenn die Schilder wirklich nur temporär direkt im zeitlichen Anschluss an die Abschilderung da stehen. Entspricht dann also dem "Achtung: Vorfahrt geändert!" an Kreuzungen, wo das der Fall ist.

Sinnvoller hätte ich allerdings das klassische Zeichen 138 (Fahrrad im roten Dreieck) gefunden mit einer zusätzlichen Texttafel im Querformat darunter. Dann wäre für die motorisierten Verkehrsteilnehmer eindeutig klar, dass sie gemeint sind. Mal schauen, ob es funktioniert. Und ob die Schilder dann auch tatsächlich nach wenigen Wochen konsequent entfernt werden, denn sonst würde (siehe oben) das genaue Gegenteil erreicht.
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harald_legner
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Anmeldungsdatum: 01.07.2006
Beiträge: 225
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BeitragVerfasst am: 26.10.2014, 16:22

Titel:

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So wirklich ist die Zeit in HH noch nicht reif für solche Aktionen. Theoretisch gäbe es zwar genügend Radler entlang der Luruper Hauptstraße, die fahren jedoch zu 99 % weiter auf den mehr oder minder schlechten Radwegen. Das restliche 1 % bin ich. Ich schlage mich dort mit Hupern und sehr gesprächigen Beifahrern rum.

Ich behaupte: Würden dort alle auf der Fahrbahn radeln, wäre die Akzeptanz der Autofahrer bald hergestellt, die gefahrenen Geschwindigkeiten bei Autos sänken, bei den Radfahrern stiegen und die Welt wäre ein wenig besser.
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Kiezkicker
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BeitragVerfasst am: 27.10.2014, 16:31

Titel:

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Solche temporären Verkehrsschilder sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Der viele, für einige auch missverständliche Text, der verbesserungsfähige Aufstellungsort und die Größe der Schilder sind Kritikpunkte.

Fakt ist allerdings auch, dass bei den mit Motorunterstützung fahrenden Kollegen Aufklärungs- bzw. Nachholungsbedarf in Sachen StVO besteht. Das lässt sich mit Schildern versuchen, mit massiver Nutzung der Fahrbahn durch Pedalisten (nicht nur am letzten Freitag im Monat) oder mit Öffentlichkeitsarbeit. Da gerade bei dieser Aktion die Medien gut dabei waren, besteht Hoffnung, dass auch einige Autofahrer den Sinn dieser Schilder mitbekommen haben.

Ansonsten ist meine Erfahrung, dass Hamburgs Autofahrer langsam begreifen, dass ihnen die Fahrbahn (Straße) nicht allein gehört.
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Grotefend
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BeitragVerfasst am: 28.10.2014, 19:12

Titel: Wer dran glaubt....

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Das ist sicher eine schöne Sache. Jedenfalls für diejenigen, die daran glauben, dass es auch nur einen einzigen Menschen gibt, der jedes der Hunderttausende von Schildern, die jetzt schon auf den Straßen stehen, sieht. Was erheischt nicht alles unsere Aufmerksamkeit: Werbebanner, Tankstellenpreise, Leuchtreklame, (zeitweilig) Wahlwerbung, Veranstaltungshinweise, touristische Schilder, Wegweiser. Und dazu dann noch Verkehrszeichen. Von denen werden nicht einmal alle die gesehen, die für den Verkehrsteilnehmer wichtig sind, weil sie etwas regeln, was sich nicht direkt aus der StVO ergibt, z. B. abweichende Geschwindigkeiten oder Abbiegeverbote. Schilder aber, die nichts Neues enthalten, weil sie nur den bestehenden Gesetzeszustand in Kurzform wiederholen, sind mehr als flüssig = überflüssig.

Oder müssen wir demnächst damit rechnen, dass an einer uneingeschränkt befahrbaren Kreuzung folgendes Schild aufgestellt wird:

Liebe Verkehrsteilnehmer, an dieser Kreuzung besteht kein Abbiegeverbot, Sie dürfen also nach rechts abbiegen und auch nach links. Wenn Sie möchten, können Sie aber auch geradeaus weiterfahren, ganz nach Belieben.

Ihr glaubt es nicht? Ähnliches gibt es in Hamburg zur Genüge, beispielsweise: "LINKSABBIEGER ACHTUNG - GEGENVEREKEHR". Wahlweise in Textform oder als Piktogramm.
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Bully
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BeitragVerfasst am: 28.10.2014, 21:58

Titel:

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Moin,

man, an allem muss rumgemeckert werden. Mad Der ADFC, mit dem ich auch nicht immer mit gehe, hat einen Versuchsballon starten können. Natürlich stehe zu viele Schilder auf den Straßen, ja, das Schild mag zu klein sein. Aber warum kann man nicht erst Mal abwarten, ob sich die Situation so verbessert? Auf der Alten Landstraße (Poppenbüttel-Fuhlsbüttel) werde ich auch immer seltener angehupt. Hier hätte ich mir auch die Schilder gewünscht. Erst nach dem die Tageszeitungen im Sommer berichtet haben, wurde es besser.

Viele Radfahrer sind unsicher, wo sie überhaupt fahren können/dürfen. Autofahrer, viele sind auch nebenbei Radfahrer, sind immer wieder erstaunt, wenn ich erläutere, warum wir auf die Straße gehören und wie sich das mit dem "scheiß" (Entschuldigung) Crying or Very sad "Radfahrer frei" Crying or Very sad auf dem Fußweg verhält.

Mit den Schilder wird meines Erachtens wieder auf unser Problem hingewiesen und wir werden zum Gespräch, was besseres kann uns nicht passieren.
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Gruß Bully
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Knud
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Anmeldungsdatum: 09.06.2013
Beiträge: 286
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 28.10.2014, 22:13

Titel:

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Ich gebe zu, dass ich da auch eher skeptisch bin. Aber wir sollten mal abwarten, ob es irgendetwas bewirkt.

Die Bezirke scheinen das ja sehr unterschiedlich zu handhaben. In Schnelsen sind einige blaue Schilder gefallen. In Wandsbek gibt es neu gebaute Radwege unter 1,5 m mit neuem Schild...

Knud
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